Andrea das selbstständige Familientier mit großer Erfahrung – choch3 Interviewserie [4]

Andrea das selbstständige Familientier mit großer Erfahrung – choch3 Interviewserie [4]
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Ich darf Andrea Ettinger als vierte in der choch3 Interview-Serie vorstellen. Andrea ist mehr als eine Grafikerin und auch mehr als selbstständig. Mit Kind und Kegel schaukelt sie sowohl den familiären als auch den beruflichen Alltag mit Bravur und hat rückblickend schon zahlreiche wirklich interessante Stationen hinter sich: Vom Adalbert-Stifter-Gymnasium mit Schwerpunkt Bildnerische Erziehung über eine mehrjährige Tätigkeit im Bereich Werbegrafik und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Fachhochschule für Medientechnik und Mediendesign. Das Doktoratsstudium in Medientheorie an der Kunstuniversität Linz ist wie man so schön sagt „work in progress“ 😉

1. Warum hast du dich selbstständig gemacht?

Ich hatte das Gefühl, die Ideen in meinem Kopf wollen in die weite Welt hinein – und es ist schwer, die Geschicke und Wege dieser Ideen von jemand anderem lenken zu lassen. Überdies wollte ich mit meiner ganzen Leidenschaft und Verantwortung hinter etwas stehen, das mich erfüllt und fordert gleichermaßen.

2. Hast du es schon jemals bereut?

Ich habe unglaublich viel gelernt in meiner Tätigkeit als Selbstständige. Natürlich gab es auch schwierige Zeiten – wirtschaftlich erfolglose sowieso. Dennoch hatte ich stets das Gefühl, die Richtung stimmt. Und alles, was mir auf diesem Weg dorthin begegnet, das habe ich noch zu lernen. Mittlerweile bin ich gut angekommen – natürlich lerne ich noch immer Tag für Tag Neues dazu und habe sehr oft Freude an meiner Entscheidung.

3. Würdest du etwas anders machen, wenn du jetzt nochmal gründen würdest?

Wenn ich nochmal am Anfang stünde, würde ich jenen Dingen, die mir am wenigsten liegen, das größte Augenmerk zu Beginn schenken. All die anderen Dinge entwickeln sich von selbst, weil sie von der eigenen Energie, der Leidenschaft und den Wünschen befeuert werden.

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4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Zuhause beginnt der Tag recht ruhig mit frühem Aufstehen (5:30 Uhr) und dem völlig stressfreiem Frühstück und Jause für die Kinder zubereiten. Nach einem gemeinsamen Frühstück verlassen meine Kinder, mein Mann und ich gegen 7:15 das Haus. Ich radle in meine Werkstatt – ein sehr kurzer Weg von gerade einmal 5 Minuten.
Egal, wieviel zu tun ist: Ein Kännchen Tee und einen kleinen Espresso braucht es immer zu Beginn. Danach geht’s an den Arbeitsschreibtisch. Der Kalender sagt mir zuverlässig, was und in welcher Reihenfolge Termine (Briefinggespräche, Druckereitermine, etc.) bzw. Projekte bearbeitet werden müssen. In dichten Zeiten bleibt dazwischen nicht viel Zeit, auch nicht fürs Essen. In „gewöhnlichen“ Zeiten gönne ich mir mittags aber schon 30-45 Minuten Pause. Zumeist entwickle ich visuelle Erscheinungsbilder – also Logos und Corporate Designs in all ihren Print- und Webanwendungen. Meine KundInnen sind häufig grün-denkende, weltoffene, ökologisch nachhaltig denkende und handelnde UnternehmerInnen, aber auch ÄrztInnen oder Vereine. Für Dinge wie Ordnen, Recherchieren, Finanzangelegenheiten nehme ich mir (vielleicht etwas zu selten?) reservierte Zeiten. Sehr viel Zeit nimmt der persönliche Kontakt mit KundInnen in Anspruch, sei es im direkten Gespräch oder auch via Mail oder Telefon.

5. Was hebt dich aus deiner Sicht von der Konkurrenz ab?

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Ich denke, es ist mein Zugang zu den Fragestellungen und die Tatsache, dass ich doch gerne im Schatzkästchen bereits in Vergessenheit geratener Drucktechniken wühle. Ich mag es gerne zeitgemäß, aber nicht zu glatt – vielmehr will ich berühren und durchaus auch anregen. Ich schaue mir die Dinge gerne aus unterschiedlichen Blickwinkeln ab. Letzten Endes sind es wohl weniger die Techniken als die Persönlichkeit, die mich von den MitbewerberInnen unterscheiden.

6. Was waren die besten 3 und die schlimmsten 3 Erfahrungen seit der Unternehmensgründung?

Die 3 besten Erfahrungen

  • Menschen, die mir Tag für Tag durch meine Tätigkeit begegnen. Es ist unglaublich schön und bereichernd, mit so wachen, spannenden Persönlichkeiten seinen Alltag gestalten zu dürfen
  • Meine eigene Werkstatt! Welch ein Genuss und Geschenk, sein ganz Eigenes gestalten und beflügeln zu dürfen 🙂
  • Das Vertrauen, das mir Menschen entgegen bringen. Die gemeinsame Entwicklung einer neuen „Identität“ ist doch auch ein recht sensibler, ja mitunter intimer Prozess.

Die 3 schlimmsten Erfahrungen

  • Ein nicht zahlender Kunde, für den ich mehrere Monate ein Konzept erarbeitet und Designs entwickelt habe, der dies mit den lakonischen Worten (und der nicht minder lakonischen Einstellung) rechtfertigte: „Ich zahle es nicht, denn ich verwende das ja nicht.“
  • Ein Interviewpartner bei einer Veranstaltung vor etwa 150 Menschen, der mich als – wohl vorbereitete – Gastgeberin und Moderatorin komplett anlaufen ließ.
  • Dass es immer wieder aufs Neue einer großen Anstrengung bedarf, gegenüber manchen AuftraggeberInnen klar zu kommunizieren und sich nicht unter seinem Wert zu verkaufen.

7. Wenn du 5 Wünsche frei hättest, was würdest du dir für Österreichs Gründer/Unternehmer wünschen?

8. Was ist beim Gründen und der Unternehmensführung zu beachten? Welche Tipps hast du für unsere Leser?

Mit beiden Beinen im Leben stehen, einer Idee leidenschaftlich nachgehen und gute, wohlgesonnene WegbegleiterInnen immer wieder um ihre Meinung, ihren Blickwinkel ersuchen.

9. Wie bist du auf choch3 aufmerksam geworden?

Über die Website der creative region.

10. Was gefiel dir an choch3 besonders gut?

Mir gefiel sehr gut, dass in diesem überaus geschütztem Rahmen so viel wachsen konnte und die Vielzahl und Vielfalt der Menschen dies erst ermöglicht hat. Überdies fand ich den Ort recht inspirierend und die TrainerInnen sehr unterstützend, offen, wertschätzend.

11. Würdest du choch3 nochmal machen? Kannst du dieses Coaching an andere weiterempfehlen?

Große Empfehlung! Zeit, Raum und Möglichkeiten für die eigene Entwicklung – und dies mit professioneller Unterstützung. Es ist eine gute Möglichkeit, Seiten an sich selber besser kennenzulernen und sich mit anderen auszutauschen.

Wer ist Andrea Ettinger? Wer ist das honigkuchenpferd?

Andrea Ettinger (geb. 1970), selbständige Grafikdesignerin in Linz mit eigener Werkstatt für grafische Gestaltung (honigkuchenpferd) in der Waltherstraße 23 (seit 2014). Selbständig (mit einer kurzen, halbjährigen Pause sowie zwei kinderbedingten „Auszeiten“ dazwischen) tätig seit 2001, über lange Jahre überwiegend im Kulturbereich, konzeptionell und gestalterisch tätig.

Andrea ab 4:40 im choch3 OÖ 18×18 Video!

Die choch3 Interviewserie

Fotos (c) Zoe Fotografie

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Patrizia

Gründer und CEO bei webdots GmbH
Patrizia Faschang ist Gründerin und leidenschaftliches Online Marketier bei webdots.at. webdots hat ihren Sitz in Altheim (zwischen Oberösterreich und Salzburg) und ist ein fairer Partner für alle Themen im Bereich Website- & OnlineShop Entwicklung, SEO (Suchmaschinenoptimierung), SEM / AdWords und Online Marketing. Hauptzielgruppe sind Gründer, EPU, KMU und Vereine.

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