Mit diesen Tipps wird die Firmengründung leichter

Um erfolgreich eine Firma zu gründen braucht es eine gute Idee einen langen Atem. Der Start in die Selbständigkeit will jedoch gut geplant sein. Firmengründer müssen sich mit vielen neuen und oftmals nicht ganz einfach zu beantwortenden Fragen beschäftigen. Welche Rechtsform soll das Unternehmen besitzen? Wie kann die Finanzierung sichergestellt werden? Wie spreche ich die Zielgruppen an? Wie kann das Rechnungswesen organisiert werden? Das Gute: Es gibt heute zahlreiche Tools die Firmengründer bei der Organisation helfen. Die nützlichsten davon wollen wir hier vorstellen.

Bis zum marktreifen Produkt ist es ein langer Weg

Am Anfang ist es nur eine Idee. Diese muss jedoch in ein Produkt umgemünzt werden, das bei den Kunden ankommt. Es reicht heute nicht mehr einfach eine Dienstleistung oder eine Ware nach den Vorstellungen des Gründers anzubieten. Vielmehr steht der Kundennutzen im Vordergrund. Das Produkt muss auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten werden. Dazu gehören entsprechende Service-Dienstleistungen oder auch ein speziell auf die Kunden zugeschnittenes Finanzierungsangebot. Ein weiterer Fokus liegt auf der Finanzierung. Bis das erste Geld der Kunden fließt, müssen Gründer fast immer einige Monate finanziell überbrücken.

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Gründer sollten ihr Produkt und die Prozesse von Anfang an aus einer 360 Grad-Perspektive betrachten, um Optimierungspotentiale zu identifizieren. Das Canvas-Tool kann dabei helfen. Wichtig ist auch, dass eine saubere zeitliche Reihenfolge eingehalten wird. Es ist zum Beispiel nicht sinnvoll, eine Marketingkampagne zu starten, bevor nicht alle technischen, vertraglichen und rechtlichen Fragen zum Produkt abschließenden geklärt sind.

Ein Projektplaner-Tool zur Steuerung der zeitlichen Abläufe ist daher für jeden Gründer ratsam. Bevor der Betrieb startet und es an den Verkauf der Dienstleistungen und Produkte geht, müssen außerdem ein Konto eingerichtet sowie eine Business- und Buchhaltung-Software gefunden werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die einzelnen Prozesse sauber abgebildet und die anfallenden Kosten gegenüber den Kunden abgerechnet werden.

Nicht jedes Tool ist geeignet

Es gibt für jede Art von Business Lösungen und Software, die betriebliche Prozesse vereinfachen und das Leben für Unternehmer leichter machen. Viele der Tools eignen sich jedoch nicht für Gründer. Sie sind entweder überdimensioniert, schlichtweg zu teuer oder nur teilweise für das Startup geeignet. Auch wenn in der Gründungsphase wenig Zeit vorhanden ist, sollten sich angehende Unternehmer die Tools vorab genauer ansehen, um beurteilen zu können, ob sie wirklich zu ihrer Firma passen.

Diese fünf Tools/Tipps erleichtern den Anfang

Canvas-Tool

Ist die Business-Idee geboren, sollte sie auf Herz und Nieren geprüft werden. Das kann mit dem Canvas-Tool vollständig und effizient erledigt werden. Grundlage hierfür ist das Business Model Canvas von Alexander Osterwalder. Sämtliche Bereiche des künftigen Unternehmens, die für den Erfolg maßgeblich sind, werden damit gründlich durchleuchtet. Hierbei werden insgesamt neun Faktoren analysiert, visualisiert und optimiert, so lange, bis die Geschäftsidee tragfähig ist. Das Canvas-Tool bietet einen schnellen Überblick, ob sich die Geschäftsidee lukrativ umsetzen lässt oder ob sie noch verbessert werden muss.

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Projektplaner-Tool

Mit einem Projektplaner-Tool lässt sich über den gesamten Zeitraum der Gründung jeder Schritt planen und entsprechend nachvollziehen. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Fördergelder oder Zuschüsse die Gründung erleichtern sollen. Weit verbreitet sind hier die Tools trello, Asana oder auch JIRA.

Online-Konto für Firmen

Wer zum Beispiel eine GmbH gründet, braucht ein eigenes Unternehmenskonto. Auf dieser muss beispielsweise das notwendige Gründungskapital eingezahlt, notariell bestätigt und nachgewiesen werden. Andernfalls ist eine Anmeldung beim Firmenbuch nicht möglich. Die meisten Banken bieten für Unternehmen spezielle Konten an. Diese können ebenso online geführt werden wie ein privates Girokonto. Wer als Freiberufler startet, kann möglicherweise zunächst sein privates Konto auch als Firmenkonto nutzen, sollte jedoch auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen seiner Bank achten: Manche Banken schließen die Nutzung des Privatkontos als Unternehmenskonto aus. Zudem lassen sich private und berufliche Einnahmen und Ausgaben leichter voneinander trennen. Will das Finanzamt eine Betriebsprüfung durchführen, ist eine solche Trennung ebenfalls hilfreich.

Businesssoftware

Auch wenn der Businessplan für Gründer in der Hauptsache ihrer eigenen Übersicht und Planung dient, gibt es Instanzen, die nicht auf das Vorlegen eines Businessplanes verzichten. Wer beispielsweise im Unternehmensgründungsprogramm des AMS ist, braucht einen solchen Plan. Das gleiche gilt sehr oft auch, wenn Fördermittel oder eine Bürgschaft zur Gründung in Anspruch genommen werden sollen. Auch die Hausbank möchte meist bei einer Finanzierung einen Businessplan als Grundlage sehen, da das künftige Unternehmen noch keine Zahlen vorweisen kann. Hierbei gilt das besondere Augenmerk vor der Finanzierung dem aufgestellten Finanzplan.

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Rechnungssoftware

Eine Rechnungssoftware hilft die Finanzen unter Kontrolle zu behalten und vereinfacht viele Aspekte des Rechnungswesens. Mit dieser Software können Angebote und Rechnungen gleichermaßen verfasst werden. Manche Programme erlauben eine statistische Auswertung oder das Anlegen eines Kundenstamms. Der Aufwand für die Verwaltung wird erheblich minimiert. Wird eine Online-Software als Rechnungssoftware genutzt, ist diese auf allen Geräten kompatibel, vorausgesetzt, ein Zugang zum Internet ist vorhanden.

Fazit

Viele Tools erleichtern den Ablauf einer Gründung. Wer darüber hinaus Unterstützung in Anspruch nehmen möchte, kann sich zum Beispiel an das Gründerservice wenden, sollte mit UnternehmerInnen sprechen die vor kurzem gegründet haben oder kann sich auch an einen auf Gründung spezialisierten Coach wenden. Dieser kennt die Kniffe der Businesspläne aus dem Effeff und hat in der Regel bereits viele Gründer auf ihrem Weg begleitet.

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Patrizia

Gründer und CEO bei webdots GmbH
Patrizia Faschang ist Gründerin und leidenschaftliches Online Marketier bei webdots.at. webdots hat ihren Sitz in Altheim (zwischen Oberösterreich und Salzburg) und ist ein fairer Partner für alle Themen im Bereich Website- & OnlineShop Entwicklung, SEO (Suchmaschinenoptimierung), SEM / AdWords und Online Marketing. Hauptzielgruppe sind Gründer, EPU, KMU und Vereine.

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