How Crowdfunding works

Mit Crowdfunding durchstarten – Finanzierungsalternative für Start-ups

Mit Crowdfunding durchstarten – Finanzierungsalternative für Start-ups
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Du hast eine Idee im Kopf, die dich nicht mehr schlafen lässt? Du bist fest davon überzeugt, dass du damit nicht nur deinen Lebensunterhalt verdienen kannst, sondern ein florierendes Unternehmen auf die Beine stellst, das den Markt verändern wird? Du hast nur ein Problem: Deine finanziellen Mittel reichen nicht aus und Banken knallen dir die Tür vor der Nase zu!

Wenn du diese Situation nur allzu gut kennst, ist das sogenannte „Crowdfunding“ vielleicht genau die richtige Lösung für dich. Wie diese Finanzierungsalternative funktioniert – das erfährst du jetzt.

Crowdfunding – mehr als nur ein Kredit

Crowdfunding bietet sich vor allem dann an, wenn Banken nicht bereit sind, einen Kredit zu vergeben – bei Existenzgründern ist das häufig der Fall, denn in aller Regel ist das Zahlungsausfallrisiko besonders hoch. Auch Rücklagen gibt es häufig nicht, sodass es für dich nur wenig zu holen gibt.

Genau an diesem Punkt kommen Crowdfunding-Plattformen zum Einsatz. Hier kannst du deine Idee der Community vorstellen und so versuchen die notwendige Investitionssumme zu bekommen.

Wichtig ist dabei, dass du im ersten Schritt die Verantwortlichen der Plattform überzeugst (vor allem der Businessplan ist dabei wichtig). Hast du das geschafft, darfst du dich und deine Idee präsentieren:

  • Sorge dafür, dass bereits der Titel Lust auf mehr macht.
  • Nutze alle Präsentationsmöglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen. Vor allem das Pitch-Video, in dem du dich und dein Team, die Idee und die Vision vorstellst, ist ausschlaggebend.
  • Zeige genau auf, was ihr vorhabt und wie das Geld investiert wird. Investoren wollen selbstverständlich wissen, ob es sich „lohnt“ dich zu unterstützen.

Wie viel der Einzelne investiert ist vollkommen egal – es geht darum, über viele kleine (und einige große) Beträge das Ziel zu erreichen. Damit das tatsächlich passiert, kannst du nicht-monetäre Belohnungen anbieten, die abhängig von der Investitionssumme kleiner oder größer sind.

Crowdfunding ist nicht Crowdinvesting

Die Belohnungen, die es beim Crowdfunding gibt, lassen aufhorchen, denn eine weitere alternative Finanzierungsform sieht anderes vor – die Rede ist vom Crowdinvesting:

  • Beim Crowdinvesting steht der monetäre Nutzen für die Investoren im Vordergrund.
  • Für Ihre Geldspritze erhalten Sie Anteile an deinem Unternehmen.
  • ODER du musst das Geld mit Zinsen (wie bei einem klassischen Kredit) zurückzahlen.

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Der grundsätzliche Ablauf ist hier derselbe, nur die „Investoren-Belohnung“ unterscheidet sich. Welche Form der Finanzierung die richtige ist, hängt immer vom jeweiligen Projekt ab. Vor allem bei größeren Finanzierungssummen ist das Crowdinvesting häufig die bessere Wahl, da Investoren eher für eine Finanzspritze bereit sind, wenn Sie dafür Zinsen oder Anteile erhalten.

Warum Crowdfunding für Existenzgründer perfekt ist

Grundsätzlich sind das Crowdfunding und das Crowdinvesting wie ein Motor für die Gründerszene. Die Tatsache, dass Kampagnen für besonders innovative Ideen nicht selten auch in den großen Medienportalen landen, tut der gesamten Wirtschaft gut. Gleichzeitig ergeben sich auf Unternehmer- und Investorenebene zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel:

  • Du kommst schnell und ohne viel Papierkram an frisches Geld.
  • Die Community unterstützt dich bei Entscheidungen – und bildet deinen ersten Kundenkreis.
  • Investoren können selbst Kleinstbeträge investieren und so junge Gründer wie dich, moralisch unterstützen.

Österreich beschließt das sogenannte „Alternativfinanzierungsgesetz“

Österreich hat mittlerweile ein eigenes Gesetz für die alternativen Finanzierungsformen ins Leben gerufen. Ein „Aber“ bleibt jedoch: Als Finanzierungsinstrumente werden hier ausschließlich Aktien, Anleihen, Geschäftsanteile an Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, Genussrechte oder stille Beteiligungen und Nachrangdarlehen bezeichnet.

Da beim Crowdfunding keines dieser Dinge an die Investoren übergeben wird, sind Crowdfunding-Plattformen von dem Beschluss (bisher) nicht betroffen.

Anders sieht es beim Crowdinvesting aus. Entsprechende Portale werden mit dem neuen Gesetz stärker in die Pflicht genommen, um die Anleger zu schützen. Auch du als Gründer hast ein Plus an Auflagen zu erfüllen:

  • Crowdinvesting darf nur noch der anbieten, der eine Konzession der Finanzmarktaufsicht besitzt.
  • Eine Gewerbeberechtigung als Unternehmens- beziehungsweise Vermögensberater oder Wertpapierdienstleister reicht alternativ auch aus.
  • Gleichzeitig werden Investitionssummen gedeckelt. Ab sofort darf maximal das doppelte Nettomonatseinkommen oder 10 Prozent des Gesamtvermögens eingesetzt werden (pro Jahr).
  • Wer weniger als 2.500 Euro netto (monatlich) verdient, darf maximal 5.000 Euro pro Jahr an junge Gründer vergeben.
  • Versuchst du über eine Crowdinvesting-Plattformen Finanzspritzen zu generieren, solltest du Folgendes wissen:
    • Ab 100.000 Euro musst du ein Infoblatt hochladen.
    • Ab 1,5 Millionen ist ein Prospekt zu veröffentlichen.
    • Ab 5 Millionen gilt volle Prospektpflicht – solch ein volles Prospekt wird von einem Juristen angefertigt und kostet gut und gerne 10.000 Euro und mehr. Du müsstest also in gewisser Weise in Vorleistung gehen, obwohl du nicht weißt, ob dein Finanzierungsziel tatsächlich erreicht wird.

Trotz der neuen Regulierungen ist das Alternativfinanzierungsgesetz der richtige Weg: Österreichs Regierung zeigt so, dass nicht allein an klassischen Krediten festgehalten wird, um Gründern eine Chance zu geben.

Diese Crowdfunding-Plattformen solltest du kennen

Machst du dich nun auf den Weg, eine der neuen alternativen Finanzierungsquellen zu entdecken, zeigt eine Recherche im Netz, dass es auch für den österreichischen Markt gute Anlaufstellen gibt. Besonders die Folgenden sind zu empfehlen:

  • Crowdfunding
  • Crowdinvesting
    • Hier tut sich besonders CONDA hervor, die als Vorreiter für das Crowdinvesting in Österreich gelten.

Fazit

Crowdfunding und Crowdinvesting sind ideale Finanzierungsinstrumente für junge Start-ups, die Gelder benötigen, um die eigene Idee zu verwirklichen. Wenn du also auf der Suche nach Investoren bist, solltest du dir die vorgestellten Portale einmal genau ansehen und einfach mal dein Glück versuchen. Nutze dafür die folgende Checkliste, um alle wichtigen Punkte zu berücksichtigen:

  • Entscheide dich abhängig von deinem Projekt und der Finanzierungssumme für Crowdfunding oder Crowdinvesting.
  • Wähle die passende Plattform aus.
  • Überlege dir passende Belohnungen (oder im Falle von Crowdinvesting Zinsen, die du bereit bist zu zahlen oder Anteile, die du bereit bist abzugeben).
  • Sorge für den perfekten Pitch und nutze dafür perfekt formulierte Texte, Bilder und Videos.
  • Erreichst du die Finanzierungssumme geht die Arbeit erst los – du stehst in der Pflicht der Investoren. Also nutze das Geld sinnvoll.
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Seit 1991 leitet Franz Schmid äußerst erfolgreich das gleichnamige Steuerbüro Franz Schmid in Jenbach. Seine Klienten schätzen vor allem die persönliche Betreuung und sein umfassendes Know-How im Bereich der Steuerberatung.

2 Gedanken zu „Mit Crowdfunding durchstarten – Finanzierungsalternative für Start-ups“

  1. Crowdfunding ist und bleibt eine tolle Finanzierungsalternative, die genutzt werden sollte. Mit der richtigen Idee lassen sich tolle Dinge realisieren. Die Chance darauf sollte genutzt werden.

  2. Guten Morgen,
    crowdfunding kann wirklich sehr hilfreich sein und man bewirbt während der Aktion auch gleich die sich im entstehen befindende Firma! Die Idee muss spannend sein oder aber auch einfach kreativ beworben werden! Als ich vor 1,5 Jahren meine Firma gründen wollte, hat mich mein Cousin auf crowdfunding hingewiesen, er hat damals noch auf der SAE studiert und mir bei der Erstellung eines Videos geholfen! Durch die charmante und witzige Aufbereitung unseres eher trockenen Themas haben wir allerdings wirklich viele Menschen erreicht, die uns unterstüzt haben! So konnten wir uns dann einen Teil unsere Hallenbaus, sowie die Anschaffung eines Palettenregals finanzieren und hatten eigentlich eine sehr gute Ausgangslage! Ich bin sehr froh, dass crowdfunding bei uns so gut funktioniert hat!
    Viele Grüße,
    Johannes Kirner

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